Wir haben DAS Naturspektakel überhaupt nur ganz knapp verpasst. Letzte Nacht ist der Eisdamm des Perito Moreno Gletschers, den wir vor gerade mal 12 Tagen besucht haben, zusammen gebrochen. Daß es nachts war, tröstet ein wenig, weil wir so ohnehin keine Chance gehabt hätten diesen Moment live zu erleben. Dieses Großereignis findet nur alle paar Jahre statt.
In folgenden Artikel sind zwei interessante Videos eingebunden. Der erste zeigt einen kurzen Live-Mitschnitt von mächtigen Eistürmen vorgestern, sozusagen der Beginn des Einsturzes und der zweite zeigt den Total-Kollaps von 2008, der sich sehr spektakulär während des Tages ereignete.
http://vivalatinoamerica.wordpress.com/2012/03/04/naturschauspiel-perito-moreno-gletscher-der-grose-abbruch-2012/
Auch das auf YouTube gefundene Video ist vom argentinischen Fernsehsender "Canal nueve" und absolut sehenswert:
http://www.youtube.com/watch?v=kda0Bq9M1dw
Entwas Hintergrundinformationen liefert dieser Artikel:
http://latina-press.com/news/120621-tausende-menschen-beobachten-abbruch-am-perito-moreno-gletscher/
Ich hoffe, ich hab mir mit diesem Copy&Paste keine Scherereien zwecks Urheberrechten aufgehalst! Kennt sich damit jemand aus?
Montag, 5. März 2012
Sonntag, 4. März 2012
Perito Moreno Gletscher
Samstag, 3. März 2012
Cerro Torre und Fitz Roy
1. TAG: Wir lassen es ruhig angehen
Die nächsten fünf Tage wollen wir im Nationalpark Los Glaciares wandern und hoffen dabei die namhafte Granitnadel Cerro Torre und den 3405m hohen Fitz Roy zu sehen. "Hoffen" deshalb, weil vielen Besuchern der Blick auf diese tollen Berge verwehrt bleibt und sie selbst bei mehrtägigem oder gar wochenlangem Aufenthalt nur eine Wolkenwand zu sehen kriegen. 17Uhr starten wir zu unserem Nachmittagsspaziergang: in wenigen Minuten zur Laguna Torre und ca. eine Stunde weiter dem Cerro Torre entgegen bis zum Mirador Maestri. Leider ist außer dem markanten "Felstisch" am Fuße des Cerro Torre nichts zu sehen; alles ist dick mit Wolken verhangen.
Zu Essen gab es heute Chili con Carne und zum Nachtisch Blaubeer Joghurt - beides Globetrotter-Tüten. Heißes Wasser rein, umrühren, Zip wieder verschließen, 10 Min. warten - fertig! So kann sogar ich kochen :-)
1. NACHT: Patagonien gibt eine kleine Wetterkostprobe
Keine Sorge ich werde nicht von jeder einzelnen Nacht berichten, aber diese war besonders. Ich hab nämlich kaum geschlafen. Zum einen natürlich die harte Unterlage bestehend aus einer dünnen Schaumstoffmatte, welche mir die Niederländerin geschenkt hatte, da sie ihre Wanderaktivitäten bereits abgeschlossen hatte. Zum anderen das ungewohnt beengte Schlafen im Schlafsack, aber das ist ja alles normal beim Zelten. Hinzu kam das mir etwas kalt war, insbesondere am Kopf - also mitten in der Nacht Mütze auf. Besser! Für Gesicht und Nasenspitze bringt das allerdings nichts, die sind eiskalt. So soll man schlafen?
2. TAG: Cerro Torre und Fitz Roy vor stahlblauem Himmel
Es war bereits kurz vor 12 Uhr als wir das trockene Zelt - dem Wind sei Dank - abgebaut hatten und dieser herrlichen Szenerie den Rücken kehrten. Am Eingang zum Camp trafen wir vier Kletterer aus den USA. Einer von ihnen wartete bereits einen Monat auf gutes Wetter - bis soll die nächsten Tage schön bleiben. Was mir nicht in den Kopf wollte: deren Rucksäcke waren auch nicht größer als die unsrigen und sie hatten Seile, Kletterequipment, Steigeisen, Eispickel, Zelt, Schlafsack und Essen für eine Wochen dabei.
4. TAG: Tageswanderung zum Paso Cuadrado Wir hatten offenbar tatsächlich viel Erholung nötig, denn wir schliefen fast zwölf Stunden. Nach einem gemütlichen Frühstück starten wir kurz nach 11 Uhr. Insgesamt sollten es 1300 Höhen-meter werden und es ging wirklich sehr steil aufwärts. Allmählich eröffnete sich uns der Blick aufs südliche patagonische Eisfeld.
5.TAG: Zurück in die Zivilisation
Durchatmen
Bevor ich mich hinter das Verfassen der großen Berichte über die letzten zwei Wochen und das Bilder-Selektieren klemme, was etwas dauern könnte, hier mal schnell ein kurzes Lebenszeichen. Jetzt ist erstmal Durchatmen, Abhängen und Eindrücke verarbeiten angesagt.
Zunächst hatte ich mich geärgert, dass ich nach dem Trekking sechs Tage in Puerto Natales festhänge und nur darauf warte, daß das Navimag-Schiff ablegt. Jetzt bin ich ganz froh drum. Denn die knapp zwei Wochen bis zum Treffpunkt mit Michael, waren doch ziemlich durchgetaktet. Und die Eindrücke der beiden großen Trekking-Touren waren so unglaublich vielfältig, dass es gut ist, ein paar Tage Zeit zu haben, damit sich Alles setzen kann. Außerdem sollte ich mir langsam Gedanken über die weitere Reiseroute machen. Wenn ich nächste Woche in Puerto Montt vom Schiff steige, habe ich nurnoch das Cochamo-Tal als konkretes Ziel, das ich ansteuern will, für danach bin ich noch planlos.
Als Micha am Mittwoch früh mit dem Bus abfuhr, mußte ich schon kräfitg schlucken. Es ist eben doch was anderes, wenn man gemeinsam mit einem Freund erlebt und das Erleben und Erinnern teilt - egal ob abends bevor man sich die Schlafsackkapuze über die Ohren zieht oder auch später back in good old Germany.
Die nächsten Beiträge haben dann auch wieder Fotos und vielleicht binde ich auch ein Filmchen ein - das Warten lohnt sich also ;-)
Zunächst hatte ich mich geärgert, dass ich nach dem Trekking sechs Tage in Puerto Natales festhänge und nur darauf warte, daß das Navimag-Schiff ablegt. Jetzt bin ich ganz froh drum. Denn die knapp zwei Wochen bis zum Treffpunkt mit Michael, waren doch ziemlich durchgetaktet. Und die Eindrücke der beiden großen Trekking-Touren waren so unglaublich vielfältig, dass es gut ist, ein paar Tage Zeit zu haben, damit sich Alles setzen kann. Außerdem sollte ich mir langsam Gedanken über die weitere Reiseroute machen. Wenn ich nächste Woche in Puerto Montt vom Schiff steige, habe ich nurnoch das Cochamo-Tal als konkretes Ziel, das ich ansteuern will, für danach bin ich noch planlos.
Als Micha am Mittwoch früh mit dem Bus abfuhr, mußte ich schon kräfitg schlucken. Es ist eben doch was anderes, wenn man gemeinsam mit einem Freund erlebt und das Erleben und Erinnern teilt - egal ob abends bevor man sich die Schlafsackkapuze über die Ohren zieht oder auch später back in good old Germany.
Die nächsten Beiträge haben dann auch wieder Fotos und vielleicht binde ich auch ein Filmchen ein - das Warten lohnt sich also ;-)
Mittwoch, 22. Februar 2012
Herausfordernde Logistik
Bevor ich für eine Woche zum Trekking in den Nationalpark Torres del Paine entschwinde, stelle ich noch schnell eine kleine Anekdote ein. Den Bericht über die Tour am Cerro Torre und Fitz Roy reiche ich nach.
Nach so viel Wetterglück im Nationalpark Los Glaciares mussten wir einige logistische Rückschläge hinnehmen bzw. Herausforderungen meistern. Aber immer schön der Reihe nach: Wir hatten gehofft, vergleichbar zur Hinfahrt den mittleren von drei täglichen Bussen nehmen zu können. Leider gibt es diesen Nachmittagsbus von El Chalten nach El Calafate nicht. Zwei andere Busgesellschaften boten je eine Fahrt um 18:30 Uhr an - leider ausgebucht. Außerhalb des Busterminals fanden wir - eher durch Zufall - eine kleine Reiseagentur, die uns für 19 Uhr eine Fahrt vermitteln konnte. Na gut, dachten wir, kommen wir eben erst etwas später an.
Das bisher schönste Hostel meiner Reise war das America del Sur in El Calafate. Dort wollten Micha und ich nach unserer Rückkehr von unserer ersten Wander-Runde absteigen. Nach unserem zweiten Wandertag hatten wir absehen können, wann wir wieder dort sein würden und ein französisches Pärchen gebeten, das einen Tag vor uns zurück in der Zivilisation sein würde, für uns zu reservieren. Nach fünf Tagen zurück in El Chalten, stellte sich allerdings heraus, dass unsere Idee nicht aufgegangen ist. Besagtes Hostel hatte keinen Platz für uns und auch alle anderen...
Nach so viel Wetterglück im Nationalpark Los Glaciares mussten wir einige logistische Rückschläge hinnehmen bzw. Herausforderungen meistern. Aber immer schön der Reihe nach: Wir hatten gehofft, vergleichbar zur Hinfahrt den mittleren von drei täglichen Bussen nehmen zu können. Leider gibt es diesen Nachmittagsbus von El Chalten nach El Calafate nicht. Zwei andere Busgesellschaften boten je eine Fahrt um 18:30 Uhr an - leider ausgebucht. Außerhalb des Busterminals fanden wir - eher durch Zufall - eine kleine Reiseagentur, die uns für 19 Uhr eine Fahrt vermitteln konnte. Na gut, dachten wir, kommen wir eben erst etwas später an.
Das bisher schönste Hostel meiner Reise war das America del Sur in El Calafate. Dort wollten Micha und ich nach unserer Rückkehr von unserer ersten Wander-Runde absteigen. Nach unserem zweiten Wandertag hatten wir absehen können, wann wir wieder dort sein würden und ein französisches Pärchen gebeten, das einen Tag vor uns zurück in der Zivilisation sein würde, für uns zu reservieren. Nach fünf Tagen zurück in El Chalten, stellte sich allerdings heraus, dass unsere Idee nicht aufgegangen ist. Besagtes Hostel hatte keinen Platz für uns und auch alle anderen...
Dienstag, 21. Februar 2012
Busreise vom Ende der Welt
Wandern auf Tierra del Fuego
Montag, 13. Februar 2012
Beagle-Kanal von seiner sanften Seite
Ich hatte mich bei der Bootstour für ein kleines Schiff mit ca. 10 Personen entschieden mit dem Risiko, dass die Tour bei all zu heftiger See nicht stattfindet. Aber heute legten die zwei kleinen Boote 15 Uhr für den etwa vierstündigen Ausflug ab. Um meine Spanischkenntnisse weiter voranzutreiben, ließ ich mich für das rein spanische, statt bi-linguale Boot einteilen, denn sonst flüchtet man sich ja doch immer in Konversationen mit Menschen, deren Sprache man beherrscht.
Mag es argentinische Übertreibung sein oder nicht, aber muß man dem Kapitän fast glauben, dass dies der schönste Tag des Jahres ist. Denn es ist nicht nur wolkenlos, sonnig und warm, sondern auch noch windstill - und das auf dem sagenumwoben, stürmischen Beagle-Kanal, der angeblich von Schiffsinhabern gerne gezielt dafür genutzt wird, einen Versicherungsfall zu provozieren - das, was man bei Häuslesbauern "Warmabriß" nennt.
Es war wirklich ein fantastischer Ausflug. Das Wasser des Beagle-Kanals lag topfeben da und erinnerte mich eher an Bodensee bei Sommerhitze, statt an eins der gefährlichsten Gewässer der Welt. Wir passierten eine Insel mit Kormoranen, eine mit Seelöwen und eine Leuchturm-Insel, um auf einer weiteren einen kleinen ge-führten Spaziergang zu machen. Wir lernen eine Pflanze kennen, die sonst im Hochgebirge über 4000m wächst; hier fühlt sie sich auf Meeresniveau wohl - ein Beweis dafür ,welche Art von Klima hier sonst normalerweise herrscht. In ihrem Inneren hat die Pflanze ganzjährig eine Temperatur von 27°C, bricht man sie auf, um dies zu fühlen oder zu messen, stirbt sie.
Der Kapitän ist etwas argentinisch aufdringlich - festzumachen daran, dass bereits nach wenigen Minuten Aussprüche kommen wie "ich habe mich in Deinen Augen verliebt" etc. Aber darauf hatte mich nicht nur eine nette Kollegin vorbereitet, sondern auch die Portena, die uns in Buenos Aires ihre Heimatstadt gezeigt hatte. Entsprechend wußte ich darauf zu reagieren und lehnte die Einladung auch noch bei der abendlichen Bootstour mitzufahren ab. Aber mit dem Crew-Mitglied Ariel, der Mitglied im Club de los Andes ist, unterhielt ich mich ausgiebig über die umliegenden Berge und Tourenmöglichkeiten, schließlich war der Cerro Sarmiento während unserer gesamten Fahrt ständig zu sehen. Der Berg ist zwar nur 2235m hoch und damit der zweithöchste der Darwin Kordillere, aber aufgrund des Klimas scheitern an ihm sogar ausgewiesene Experten. Morgen arbeitet Ariel, aber falls er Sonntag frei hat, meldet er sich eventuell - ich bin gespannt. Morgen gehe ich erstmal in den Nationalpark und auf den Cerro Guanaco - so seine Empfehlung - denn es soll nochmal so traumhaft schön werden wie heute.
Ushuaia - Fin del mundo
Es hat nur 11° C und damit gut 20° C weniger als in Trelew und ist - wie sollte es hier anders sein - sehr windig. Eben noch saß ich auf einem der acht überbreiten Sessel in der Business Klasse und jetzt frage ich (statt Taxi) bei den diversen wartenden Abholservices, wer mich mit in die Stadt nehmen könnte. Das hat was! Und vor allem lernt man Locals kennen. Der Fahrer ist in Ushuaia geboren, der andere arbeitet auch als Guide und bietet mir an bei ihm Couch-Surfing zu machen, falls ich kein Hostel finde. Denn noch hatte ich keines und meine Internet-Recherchen am Vorabend hatte ergeben, dass alle ziemlich ausgebucht sind.
Magellan Pinguine - putzige Tierchen
Die kleine Anekdote, die ich mit dem Ausflug nach Punta Tombo verbinde, hat mit Logistik und einem Missverständnis zu tun. Bevor ich die Tour buchte, fragte ich explizit welcher Anbieter den Tagesablauf so gestaltet, dass ich 16 Uhr in Trelew am Flughafen abgesetzt werden kann, um rechtzeitig für meinen Flug um 17 Uhr einchecken zu können. Da ich die einzige war, welche zusätzlich die kleine Bootstour mit den schwarz-weißen Delfinen gebucht hatte, ließen wir diese einfach auffallen. Geld, um mir die bereits bezahlte Tour zu erstatten, hatte natürlich weder der Guide noch der Fahrer dabei.
Noch bevor wir den ersten Magellan-Pinguin zu Gesicht gekamen, kreuzte dieser Guanaco unseren Weg. Die Unterschiede zu Lama (domiziliert) und Alpaka werde ich sehr wahrscheinlich noch im Laufe meiner Reise lernen, jedenfalls gehören sie alle in die Familie der Kamele.
Seelöwen auf der Peninsula Valdes
Samstag, 11. Februar 2012
Buenos Aires - urbane Vielfältigkeit
In vier Tagen Buenos Aires sieht und erlebt man so viel, dass ich hier nur ein paar Sachen herausgreifen möchte. Bewußt spreche ich nicht von Highlights, weil das in Bezug auf negative Erlebnisse und Eindrücke ziemlich schräg klingt. Denn neben schönen, ästhetisch perfekten Dingen, gibt es auch viel Armut, Schmutz und Verfall.
Die geführte Besichtigung im Teatro Collon kostete zwar mehr als zwei Nächte im Hostel, ist aber absolut lohnenswert. Ein echter Prunkbau dessen Hallen mit unterschiedlichstem Marmor aus ganz Europa ausgestattet sind. Leider ist gerade Spielpause, sonst hätte ich versucht die legendäre Akustik dieses Saales bei einem Konzert zu erleben. Zumindest oben in der "Chicken box" - so werden die Stehplätze im fünften Rang genannt - wäre doch hoffentlich eins der etwa 2.500 Tickets kurzfristig verfügbar gewesen.
Ein weiteres außen wie innen wirklich schönes Gebäude die Casa Rosada - der Präsidentenpalast. In welchem anderen Land kann man diesen besichtigen? Man stelle sich vor, man könne einfach so durchs Weiße Haus schlendern und sogar noch den Präsidentenaufzug, -balkon und -saal betreten.
Gut gefallen hat mir das Museo de Bellas Artes de La Bocca im gleich-namigen ehemaligen Hafenviertel. Es zeigt viele Gemälden des berühmten argentinischen Malers Benito Quinquela Martin, der hier mehrere Jahre lebte und dessen Werke sehr lebendig das Leben und Arbeiten in diesem Viertel darstellen. Ich bin ja sonst nicht so der Galerien-Fanatiker,
Das Multikulti-Viertel San Telmo hat einen ganz eigenen gemütlichen Flair und hebt sich damit positiv vom hektischen City-Treiben hab. Bei meinem Sonntagsspaziergang hab ich den Flomarkt auf der Plaza Dorego besucht. Da ich weder der Trödel-Fan bin, noch gewillt war weiteren Reise-Balast zu erwerben, habe ich mich mehr für die Menschen hinter den Verkaufsständen interessiert. Am besten hat mir der "Hühnermann" gefallen.
Wo Licht ist, ist auch Schatten! Gebäudefassaden verkommen, Gehwege sind kaputt (man muß aufpassen, dass man sich nicht den Fuß bricht, während man nach oben schaut) und sind mit Tretminen gepflastert. Das U-Bahn-System funktioniert anders als bei uns. Mit einem Ticket kann man so oft umsteigen, wie man will, solange man innerhalb des Systems bleibt. Erst wenn man raus und wieder rein geht, muß man einen neuen Fahrschein lösen. Dies begünstigt das Betteln in U-Bahnen und Pendlerzügen. Es kann gut sein, dass man nur sechs Stationen fährt und dabei drei fliegenden Händler erlebt, die von Buntstiften über Haargummis bis hin zu Chips oder Keksen so ziemlich alles verkaufen. Meistens sind es Kinder im süßen Alter von sechs oder sieben, die schon echt hart arbeiten müssen und vermutlich die gesamten langen Sommertage in den U-Bahnröhren verbringen.
Ich hab wirklich viel in Buenos Aires gesehen und meine neu gekauften Wanderhalbschuhe sind jetzt definitiv gut eingelaufen. Am größten war jedoch die olfaktorische Vielfalt, leider fast ausschließlich negativer Art. Da ich ja selbst das ganze Jahr mitten in städtischer Hektik lebe, zieht es mich nun ganz klar Richtung Natur.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Pampa - beeindruckende Eintönigkeit
Delta des Rio Paraná
Nachdem ich die letzten Tage (Buenos Aires Bericht wird nachgereicht) offenbar immer Glück hatte und mit leeren U-Bahnen unterwegs war, hab ich jetzt doch noch das Vergnügen einer gedrängt vollen. Klar, gerade jetzt, wo ich vorne und hinten einen Rucksack hängen und alle meine Habseligkeiten dabei habe. Trotzdem komme ich unbeklaut am Hauptbahnhof Retiro an. Weil ich bei meinem Ausflug nach Tigre und ins Flussdelta nicht alles mitschleppen will, suche ich am Busterminal die Gepäckaufbewahrung auf. So ein klein wenig skeptisch war ich ja ehrlich gesagt schon, es machte aber einen gut organisierten Eindruck: man muß sich per Pass ausweisen, angeben wann ungefähr die Abholung ist, bezahlen und bekommt einen nummerierten Abholschein.
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