Gestern war ich dann faul und habe mir die 900 Höhenmeter Anstieg erkauft statt erwandert. Ich bin also erst mit dem Bus gefahren und dann per Gondel und Sessellift bis auf 1900m auf den Cerro Cathedral. 11:30 Uhr bin ich dann losgelaufen. Die Tour führt stets mit tollen Ausblicken auf den knapp 3500m hohen Vulkan Tronador und auf den See dem Kamm entlang und leitet dann zum Refugio Frey hinab. Dieses liegt auf einer Höhe von 1700m sehr hübsch an einem kleinen Bergsee und ist umgeben von Kletterfelsen. Bis ich 14 Uhr dort ankomme, habe ich richtig Kohldampf und kann es kaum erwarten, dass der Hüttenwirt das frisch gebackene Brot für den bestellten Sandwich aus dem Ofen zieht. 15:30 Uhr trete ich den Abstieg an und bin gute zwei Stunden später wieder an der Bushaltestelle. Skigebiete im Sommer sind was trostloses, insbesondere, wenn man mit deutschsprachigen Jodler-Schnulzen ala "Wir sind die Zillertaler Musikanten" empfangen wird.
Mit Mareike und Björn, die ich beim Einchecken ins Hostal wieder getroffen hatte, verabrede ich mich für später auf ein Bier. In einem einfachen Schnellrestaurant gehe ich eine Melanesa essen. Die beiden kommen dazu und wir quatschen beim Bier, was wir seit Pt. Natales jeweils so erlebt haben.
Die Kletterfreaks, die eventuell schon gespannt auf den Bericht aus dem Cochamo-Tal warten, müssen sich noch ein wenig gedulden. Im Dschungel war ich nämlich irgendwie etwas schreibfaul; aber wird nachgereicht - versprochen.